Hippo / YAP-TAZ-Signalweg
ENHippo / YAP-TAZ pathway
Geprüft von Maurice Lichtenberg
Der Hippo-Signalweg bezeichnet eine evolutionär konservierte Kinasekaskade — mit den Kinasen MST1/2 und LATS1/2 im Zentrum —, die Organgröße, Gewebehomöostase und Stammzellaktivität kontrolliert, indem sie die transkriptionellen Ko-Aktivatoren YAP (Yes-assoziiertes Protein) und TAZ (transkriptioneller Ko-Aktivator mit PDZ-Bindemotiv) phosphoryliert und dadurch inaktiviert. Wenn der Hippo-Weg aktiv ist, werden phosphoryliertes YAP/TAZ im Zytoplasma zurückgehalten oder abgebaut; bei inaktivem Weg translozieren YAP/TAZ in den Zellkern, assoziieren mit TEAD-Transkriptionsfaktoren und aktivieren proproliferative und antiapoptotische Genprogramme. Mechanische Reize, Zelldichte, Steifigkeit der extrazellulären Matrix und G-Protein-gekoppelte Rezeptorsignale konvergieren auf dem Weg. Im Alter kann die erhöhte Gewebesteifigkeit die YAP/TAZ-Regulation stören und zu beeinträchtigter Regeneration und Fibrose beitragen; zudem werden YAP/TAZ mit dem SASP und Seneszenz-Bypass-Phänotypen in Verbindung gebracht.
Quellen
- Harvey KF, Zhang X, Thomas DM. (2013). The Hippo pathway and human cancer. *Nature Reviews Cancer*doi:10.1038/nrc3458
- Panciera T, Azzolin L, Cordenonsi M, Piccolo S. (2017). Hippo–YAP/TAZ signalling in organ regeneration and regenerative medicine. *Nature Reviews Molecular Cell Biology*doi:10.1038/s41580-018-0086-y
