Lp(a) (Lipoprotein(a))
Lipoprotein(a) ist ein LDL-ähnliches Partikel, bei dem Apolipoprotein(a) kovalent über eine Disulfidbrücke an apoB-100 gebunden ist. Die Plasmakonzentration ist zu einem großen Anteil (häufig mit rund 70–90 % angegeben) genetisch festgelegt und im Erwachsenenalter weitgehend stabil, obgleich z. B. bei Menopause, Nierenerkrankungen oder Entzündungen moderate Veränderungen vorkommen können. Mendelsche Randomisierungsstudien am LPA-Locus stützen einen kausalen Beitrag erhöhter Lp(a)-Werte zu Herzinfarkt, ischämischem Schlaganfall und kalzifizierender Aortenklappenstenose. Da Ernährung und Lebensstil kaum Einfluss haben, sollte Lp(a) mindestens einmal im Leben bestimmt werden.
