Naive versus Gedächtnis-T-Zellen
ENNaive vs. memory T cells
Geprüft von Maurice Lichtenberg
Naive T-Zellen sind antigenunerprobte Lymphozyten, die kontinuierlich durch sekundäre lymphatische Organe zirkulieren und auf ihr spezifisches Antigen warten; sie entstehen im Thymus und sind für ihr peripheres Überleben auf tonische TCR- und IL-7-Signale angewiesen. Nach Antigenkontakt und Kostimulation expandieren sie klonal und differenzieren zu Effektorzellen sowie zu langlebigen Gedächtnis-T-Zellen (zentrale, effektorische und gewebsresidente Subtypen), die bei erneutem Antigenkontakt eine schnellere und stärkere Antwort ermöglichen. Mit dem Alter schrumpft das naive Kompartiment infolge der Thymusinvolution und homöostatischer Proliferation, während das Gedächtniskompartiment wächst — insbesondere oligoklonale CD8+-Populationen, die durch persistierende Virenantigene wie CMV getrieben werden. Diese Verschiebung verengt das T-Zell-Rezeptor-Repertoire und schränkt die Antwortkapazität auf neue Krankheitserreger und Impfstoffe ein.
Quellen
- Goronzy JJ, Weyand CM. (2017). Successful and Maladaptive T Cell Aging. *Immunity*doi:10.1016/j.immuni.2017.03.010
- Goronzy JJ, Weyand CM. (2019). Mechanisms Underlying T Cell Ageing. *Nature Reviews Immunology*doi:10.1038/s41577-019-0180-1
