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Zellbiologie

Elastinabbau

ENElastin degradation

Geprüft von

Elastin ist das extrazelluläre Matrixprotein, das Geweben unter zyklischer mechanischer Beanspruchung — insbesondere Arterienwänden, Lunge und Haut — Rückstellkraft und elastische Nachgiebigkeit verleiht. Es wird fast ausschließlich während der fötalen und frühen postnatalen Entwicklung abgelagert, mit einer auf über 70 Jahre geschätzten Halbwertszeit beim Menschen, was eine optimale postsynthetische Erhaltung entscheidend macht. Im Alter werden Elastinfasern durch Serinproteasen (neutrophile Elastase), Cathepsine (Cathepsin K, L) und Matrixmetalloproteinasen (MMP-2, MMP-9, MMP-12) zunehmend fragmentiert, begleitet vom Verlust des Fibrillin-1-Mikrofibrillgerüsts, das für Elastinassemblierung und -reparatur benötigt wird. Angereicherte elastinabgeleitete Peptide wirken als bioaktive Fragmente, die über das Elastin-bindende Protein (EBP) Entzündungen und MMP-Sekretion fördern und eine pro-degradative Rückkopplungsschleife erzeugen, die bei Lungenemphysem, aortaler Aneurysmabildung und Hautalterung eine Rolle spielt.

Quellen

  1. Birch. (2018). Extracellular matrix and aging: a look in the rearview mirror. *Frontiers in Medicine*doi:10.3389/fmed.2018.00001
  2. Wynn & Ramalingam. (2012). Mechanisms of fibrosis: therapeutic translation for fibrotic disease. *Nature Medicine*doi:10.1038/nm.2807