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Bildgebung & Diagnostik

Ultraschall-Screening auf Bauchaortenaneurysma

ENAAA ultrasound screening

Beim Screening auf ein Bauchaortenaneurysma (BAA) wird der maximale infrarenale Aortendurchmesser per einmaligem Abdomen-Ultraschall gemessen; ab ≥3 cm spricht man von einem Aneurysma. Die USPSTF empfiehlt seit 2019 (Grad B) ein einmaliges Screening für Männer im Alter von 65–75 Jahren, die jemals geraucht haben (Grad C für Nichtraucher in derselben Altersgruppe; Grad D gegen ein Routine-Screening bei nichtrauchenden Frauen ohne familiäre Belastung). Datenbasis ist vor allem die britische Multicentre Aneurysm Screening Study (MASS) mit einer relativen Senkung der BAA-bedingten Sterblichkeit um 48 Prozent nach zehn Jahren bei eingeladenen Männern von 65–74 Jahren. Der Ultraschall ist strahlungsfrei, kostengünstig und sehr sensitiv. Erkannte Aneurysmen werden je nach Durchmesser in Surveillance-Intervallen kontrolliert; eine elektive Versorgung wird bei Männern meist ab ≥5,5 cm erwogen. In Deutschland ist das einmalige Screening-Ultraschall seit 2018 für Männer ab 65 Jahren GKV-Leistung.

Quellen

  1. Owens DK, Davidson KW, Krist AH, et al.. (2019). Screening for Abdominal Aortic Aneurysm: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement. *JAMA*doi:10.1001/jama.2019.18928
  2. Thompson SG, Ashton HA, Gao L, Scott RAP, on behalf of the MASS Group. (2009). Screening men for abdominal aortic aneurysm: 10 year mortality and cost effectiveness results from the randomised Multicentre Aneurysm Screening Study. *BMJ*doi:10.1136/bmj.b2307
  3. Chaikof EL, Dalman RL, Eskandari MK, et al.. (2018). Editorial Comparison: AAA screening guidelines United States Preventative Services Task Force and Society for Vascular Surgery. *Journal of Vascular Surgery*doi:10.1016/j.jvs.2017.10.044