Kreatin bei Demenz: Die Belege stammen vor allem von Tieren
Einstufung Vorläufig — systematische Suche, aber nur sechs passende Studien, fast alle an Tieren oder Zellen, und keine Studie mit Losverfahren an Menschen.
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- Systematische Übersicht
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- Finanzierung
- Die Autoren geben keine Interessenkonflikte an.
Ob Kreatin bei Demenz hilft, ist offen: Die Belege stammen vor allem aus Tierversuchen und einer Pilotstudie mit 20 Menschen.
Kreatin hilft den Zellen, schnell Energie bereitzustellen. Deshalb gilt es in Forschung und Öffentlichkeit zunehmend als möglicher Ansatz gegen Demenz. Eine Übersichtsarbeit zeigt nun, wie dünn die Belege dafür bisher sind.
Die Forschenden durchsuchten vier große Fachdatenbanken und sichteten 8.317 Einträge. Sechs Studien erfüllten ihre Kriterien: eine mit Zellen, vier mit Tieren und eine kleine Pilotstudie mit 20 Menschen. In den meisten Tierstudien schützte Kreatin die Nervenzellen. Eine Studie an Nagern fand aber ein schlechteres räumliches Gedächtnis. In der Pilotstudie nahmen die Teilnehmenden acht Wochen lang 20 Gramm am Tag. Danach war der Kreatingehalt im Gehirn um 11 Prozent höher, und sie schnitten bei Aufgaben zum flexiblen Denken besser ab.
Eine Studie, in der das Los über Kreatin oder Vergleichsmittel entschied, fanden die Forschenden nicht. Ob Kreatin bei Demenz hilft, lässt sich deshalb nicht sagen. Auffällig war ein möglicher Unterschied zwischen den Geschlechtern: In einer Nagerstudie profitierten Weibchen, bei Männchen deutete sich eher Schaden an. Die Autoren fordern größere Studien, die Frauen und Männer getrennt auswerten.
Offenlegung von Interessenkonflikten: Die Autoren geben keine Interessenkonflikte an.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
