Viele Ballaststoffe, seltener Fettleber, auch bei ungünstigen Genen
Einstufung Moderat — forschende begleiteten über 424.000 Erwachsene rund zwölf Jahre lang; die Ernährung wurde nur einmal per Fragebogen erfasst und nicht zugeteilt.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 424.008
- Dauer
- 12,1 Jahre
- Finanzierung
- National Key Research and Development Program of China; Basic Research Program…
Wer viele Ballaststoffe aß, vor allem aus Brot und Getreide, bekam seltener eine Fettleber, unabhängig vom genetischen Risiko.
Wer viele Ballaststoffe aß, bekam in einer großen britischen Studie seltener eine Fettleber, die nicht vom Alkohol kommt. Das Fünftel mit der höchsten Menge hatte ein um 30 Prozent niedrigeres Risiko als das Fünftel mit der niedrigsten. Das galt auch für Menschen, deren Gene sie anfälliger für Fett in der Leber machen.
Forschende werteten Daten von 424.008 Erwachsenen aus der UK Biobank aus, einer britischen Gesundheitsdatenbank. Zu Beginn hatte niemand eine Lebererkrankung. Ein kurzer Fragebogen erfasste, was sie üblicherweise aßen. In im Schnitt 12,1 Jahren erkrankten 4.662 an einer Fettleber. Ballaststoffe aus Brot und Getreide gingen mit einem geringeren Risiko einher, bei Gemüse zeigte sich kein klarer Unterschied. Am höchsten lag das Risiko bei ungünstigen Genen und wenig Ballaststoffen: fast dreimal so hoch wie bei günstigen Genen und vielen Ballaststoffen.
Ob mehr Ballaststoffe eine Fettleber verhindern, lässt sich daraus nicht ablesen, denn niemand bekam eine Ernährung zugeteilt. Der Fragebogen erfasste nur etwa die Hälfte der Ballaststoffe. Gezählt wurden zudem nur Fälle aus Klinik- und Sterbeakten, also eher schwere.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
