Viel bewegt, selten unterbrochen: Niedrigstes Sterberisiko
Einstufung Moderat — forschende begleiteten 94.014 Erwachsene knapp sieben Jahre lang; die Bewegung wurde aber nur einmal gemessen, und eine Beobachtung kann Ursache und Wirkung nicht trennen.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 94.014
- Dauer
- 6,9 Jahre
- Finanzierung
- —
Wer tagsüber viel aktiv war und Bewegung selten abrupt beendete, hatte das niedrigste Sterberisiko.
Wie viele Minuten man sich bewegt, ist offenbar nicht alles. In einer großen britischen Studie hatten jene Menschen das niedrigste Sterberisiko, die tagsüber viel aktiv waren und ihre Bewegung selten gleich wieder ins Sitzen übergehen ließen. Verglichen mit der Gruppe, die sich am wenigsten und am stärksten zerstückelt bewegte, lag ihr Risiko um 39 Prozent niedriger.
Grundlage sind Daten von 94.014 Erwachsenen aus der UK Biobank, einer britischen Gesundheitsdatenbank. Alle trugen einen Bewegungssensor am Handgelenk. Danach wurden sie im Mittel knapp sieben Jahre begleitet, in dieser Zeit starben 4.901. Jede zusätzliche zehn Minuten zügige oder anstrengende Bewegung pro Tag ging mit einem um 4 Prozent niedrigeren Sterberisiko einher. Bei gleicher Gesamtzeit zeigte sich außerdem: Wer mehr Zeit in kurzen Etappen unter fünf Minuten aktiv war, hatte ein geringeres Risiko.
Die Bewegung wurde nur ein einziges Mal gemessen. Kranke Menschen bewegen sich womöglich von vornherein anders. Dazu passt: Ohne Teilnehmende mit chronischen Krankheiten verschwand der Zusammenhang mit häufig abgebrochener Bewegung. Zudem sind die Teilnehmenden gesünder und wohlhabender als der Durchschnitt.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
