Biologisch dauerhaft zu alt: Sterberisiko fast 40 Prozent höher
Einstufung Moderat — über 90.000 Erwachsene wurden knapp 14 Jahre begleitet; als Beobachtungsstudie zeigt sie einen Zusammenhang, aber keine Ursache.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 90.632
- Dauer
- 13,8 Jahre
- Finanzierung
- Dutch Ministry of Health, Welfare and Sport; Ministry of Economic Affairs; UMC…
Wer über Jahre biologisch älter blieb als sein tatsächliches Alter, hatte ein um 39 Prozent höheres Sterberisiko.
Manche Menschen sind biologisch älter, als ihr Geburtsdatum verrät. In einer großen niederländischen Studie hatten sie ein höheres Sterberisiko. Am deutlichsten war das bei denen, deren biologischer Vorsprung über die Jahre anhielt.
Forschende begleiteten 90.632 Erwachsene aus der Lifelines-Studie im Mittel knapp 14 Jahre lang. Aus medizinischen Messwerten berechneten sie für jeden ein biologisches Alter. Wer dabei mehr als ein Jahr älter war als sein tatsächliches Alter, hatte ein um 31 Prozent höheres Sterberisiko. Verglichen wurde mit Menschen, bei denen beide Alter etwa übereinstimmten. Alter, Geschlecht, sozialer Status und Lebensstil waren herausgerechnet.
Bei 25.752 Teilnehmenden wurde nach etwa vier Jahren erneut gemessen. Wer dauerhaft biologisch voraus blieb, hatte ein um 39 Prozent höheres Sterberisiko als Menschen, die stabil im normalen Bereich lagen. Auch wer biologisch schneller zulegte, hatte ein höheres Risiko. Die Autoren sehen darin ein Argument für wiederholte Messungen. Ob ein gebremstes biologisches Altern das Leben verlängert, lässt sich aus diesen Beobachtungsdaten aber nicht ablesen.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
