Biologische Alters-Uhr geht vor: Körper und Geist schwächer
Einstufung Moderat — 970 Erwachsene wurden drei Jahre lang beobachtet; als reine Beobachtungsstudie mit einmaliger Messung des biologischen Alters zeigt sie Zusammenhänge, keine Ursachen.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 970
- Dauer
- 3 Jahre
- Finanzierung
- Ein Autor ist Gründer der Firma, die den Entzündungs-Test vermarktet; ein…
Wer laut DNA-Alters-Uhr biologisch älter war, hatte weniger körperliche und geistige Reserven, besonders bei der Beweglichkeit.
Manche Menschen sind biologisch älter, als ihr Geburtsdatum verrät. In einer französischen Studie hatten genau diese Menschen weniger körperliche und geistige Reserven. Der Abstand wurde mit steigendem Alter größer, vor allem bei Männern.
Forschende begleiteten 970 Erwachsene aus der Region Toulouse rund drei Jahre lang. Zu Beginn schätzten sie das biologische Alter mit sogenannten epigenetischen Uhren. Sie lesen chemische Markierungen an der DNA aus. Eine weitere Uhr nutzte Entzündungswerte im Blut. Jedes Jahr prüfte das Team Gedächtnis, Beweglichkeit, Stimmung, Griffkraft, Sehen und Hören. Wer laut der DNA-Uhr GrimAge zehn Jahre vorging, lag zu Beginn auf der Gesamtskala etwa 2,6 Punkte niedriger. Das gilt auch, wenn man weitere Einflüsse herausrechnet. Am stärksten betroffen war die Beweglichkeit.
Die Entzündungs-Uhr zeigte schwächere Zusammenhänge. Wer bei beiden Uhren vorging, schnitt aber besonders schlecht ab. Ursache und Wirkung lassen sich daraus nicht ablesen, denn die Studie beobachtete nur. Zudem wurde das biologische Alter nur einmal gemessen, und die Teilnehmenden waren überwiegend weiß. Einer der Autoren hat die Entzündungs-Uhr mitentwickelt und vermarktet sie.
Offenlegung von Interessenkonflikten: Ein Autor ist Gründer der Firma, die den Entzündungs-Test vermarktet; ein weiterer erhielt Honorare von Eli Lilly und Novo Nordisk.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
