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Journal ArticleEuropean journal of preventive cardiology·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Wer mit 70 fit ist, erkrankt seltener schwer an Herz und Gefäßen

Einstufung Moderat — forschende begleiteten 1.547 ältere Menschen rund zehn Jahre und maßen die Fitness direkt; als Beobachtung zeigt das einen Zusammenhang, keine Ursache.

Design
Prospektive Kohortenstudie
Teilnehmende
1.547
Dauer
10 Jahre
Finanzierung
Research Council of Norway; K.G. Jebsen Foundation; NTNU; Central Norway…
Kernaussage

Fitte Menschen zwischen 70 und 77 hatten über rund zehn Jahre ein niedrigeres Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.


Auch jenseits der 70 sind fitte Menschen seltener von schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen. Das fand eine Studie aus Norwegen mit Frauen und Männern zwischen 70 und 77 Jahren. Gezählt wurde das erste solche Ereignis: ein Herzinfarkt, ein Schlaganfall, eine Herzschwäche oder ein Tod durch ein Herz-Kreislauf-Leiden.

Die Forschenden maßen bei 1.547 älteren Menschen direkt, wie viel Sauerstoff der Körper bei voller Anstrengung höchstens aufnehmen kann. Dieser Wert gilt als Maß für die Ausdauerfitness. Als unfit galt jeweils das schwächste Fünftel der Männer und der Frauen. In den folgenden rund zehn Jahren hatten fitte Frauen ein um 41 Prozent niedrigeres Risiko als unfitte, fitte Männer ein um 24 Prozent niedrigeres.

Auch wer ein Jahr lang fit blieb, hatte ein niedrigeres Risiko als Menschen, die durchgehend unfit waren. Diese Werte sind allerdings mit großer Unsicherheit behaftet. Ob mehr Training im Alter das Risiko senkt, lässt sich aus der Beobachtung nicht ablesen. Die Forschenden schlagen Grenzwerte vor, um das Risiko Älterer einzuschätzen. Diese müssen aber erst in anderen Gruppen überprüft werden.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.