NR-Kapseln verdoppeln NAD+, doch das Denken bessert sich nicht
Einstufung Vorläufig — kleine Pilotstudie, in der das Los über NR oder Scheinpräparat entschied, mit 52 älteren Menschen über zwölf Wochen; für kleine Effekte zu wenige Teilnehmende.
- Design
- Randomisierte Studie
- Teilnehmende
- 52
- Dauer
- 12 Wochen
- Finanzierung
- US National Institute on Aging and National Institute of General Medical…
NR verdoppelte bei älteren Menschen mit Gedächtnisproblemen den NAD+-Wert im Blut, ihr Denken wurde in zwölf Wochen aber nicht besser.
Ein sinkender Spiegel des Moleküls NAD+ könnte das Risiko für Alzheimer erhöhen. Nicotinamid-Ribosid, kurz NR, ist eine Vorstufe, aus der der Körper NAD+ bildet. In einer kleinen Studie verdoppelte NR den NAD+-Wert im Blut älterer Menschen mit Gedächtnisproblemen. Ihr Denken und Erinnern wurde in zwölf Wochen aber nicht messbar besser.
Die Teilnehmenden waren 65 Jahre und älter. Sie hatten eine leichte kognitive Störung, bei der vor allem das Gedächtnis nachlässt. Das Los teilte 52 von ihnen in zwei Gruppen: Die eine nahm täglich 1.000 Milligramm NR, die andere ein Scheinpräparat. 42 blieben bis zum Ende dabei. Auch die Durchblutung des ganzen Gehirns und der Blutdruck änderten sich nicht klar. Schwere Nebenwirkungen traten nicht auf.
In einer Zusatzauswertung stieg die Durchblutung im linken Hippocampus, einer bestimmten Hirnregion, womöglich an. Das ist aber unsicher, denn bei so vielen geprüften Regionen kann ein solcher Treffer Zufall sein. Die Studie war klein und dauerte nur zwölf Wochen. Kleinere Effekte könnten deshalb unentdeckt geblieben sein.
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