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Journal ArticleNature·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Maus bis Mensch: Altern hinterlässt gemeinsame Gen-Spuren

Einstufung Vorläufig — rechenmodelle aus über 11.000 Proben, getestet vor allem an Mäusen; die Daten vom Menschen zeigen nur Zusammenhänge, und geschätztes Alter ist keine gemessene Lebensdauer.

Tierstudie. Ergebnisse lassen sich nicht direkt auf Menschen übertragen. Deshalb ist die Einstufung auf Vorläufig gedeckelt.

Design
Tierstudie
Teilnehmende
11.000
Dauer
—
Finanzierung
US National Heart, Lung, and Blood Institute (NIH)
Kernaussage

Die Genaktivität im Alter folgt bei Maus, Ratte, Makak und Mensch einem gemeinsamen Muster.


Mit dem Alter ändert sich, welche Gene in unseren Geweben aktiv sind. Dieses Muster ähnelt sich bei Mäusen, Ratten, Makaken und Menschen deutlich. Daraus bauten Forschende Rechenmodelle, sogenannte Alters-Uhren. Sie schätzen aus der Genaktivität das Alter und das zu erwartende Sterberisiko.

Grundlage waren mehr als 11.000 Proben aus über 25 Geweben. Ein Test lief an 170 alten Mäusen, die 20 verschiedene Mittel bekamen. Darunter war Rapamycin, ein Wirkstoff, der bei Mäusen das Leben verlängert. Die Uhr für das Sterberisiko schätzte Mäuse mit lebensverlängernden Mitteln jünger ein und Mäuse in schädlichen Zuständen älter. Wurden alte Mäuse über den Blutkreislauf mit jungen verbunden, sank das geschätzte Alter ebenfalls. In der britischen UK Biobank starben Menschen mit mehr von zwei der auffälligen Eiweiße im Blut häufiger.

Die Uhren zeigen auch, welche Zellbereiche schneller altern. Chronische Krankheiten trieben vor allem Gengruppen für Entzündung an. Weniger Kalorien wirkten dagegen auf Gengruppen der Zellkraftwerke und des Stoffwechsels. Das geschätzte Alter ist aber keine gemessene Lebensdauer. Die Uhren für einzelne Zellbereiche trafen nur mäßig genau, und manche Versuche beruhten auf sehr wenigen Tieren.

Offenlegung von Interessenkonflikten: Zwei Autoren haben in den USA ein Patent auf Grundlage dieser Arbeit angemeldet.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.