Wer später aktiv wurde, hatte im Alter seltener Muskelschwund
Einstufung Moderat — die Studie begleitete 4.702 Menschen in Norwegen über drei Jahrzehnte; Bewegung wurde nur erfragt, und als reine Beobachtung kann sie keine Ursache belegen.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 4.702
- Dauer
- —
- Finanzierung
- Liaison Committee between the Central Norway Regional Health Authority and…
Auch wer erst im Lauf der Jahre aktiv wurde, hatte im Alter seltener Muskelschwund als Menschen, die zu allen drei Zeitpunkten inaktiv waren.
Je öfter Menschen im Laufe ihres Erwachsenenlebens genug Bewegung hatten, desto seltener litten sie im Alter an Muskelschwund. Am seltensten traf es jene, die zu allen drei Zeitpunkten über Jahrzehnte aktiv waren. Aber auch wer erst im Lauf der Jahre aktiv wurde, hatte später seltener Muskelschwund als dauerhaft Inaktive. Wer dagegen mit der Bewegung aufhörte, zeigte keinen klaren Vorteil.
Die Daten stammen aus der norwegischen HUNT-Studie. Untersucht wurden 4.702 Menschen, im Schnitt 76 Jahre alt. Zwischen 1984 und 2008 gaben sie dreimal an, wie viel sie sich bewegten. Als aktiv galt, wer die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation erfüllte: mindestens 150 Minuten mäßige oder 75 Minuten intensive Bewegung pro Woche. 2017 bis 2019 maßen Forschende Kraft und Muskelmasse. Als bestätigter Muskelschwund galt, wenn beides niedrig war. Dafür war der Zusammenhang stärker als für bloß geringe Kraft.
Die Bewegung wurde nur erfragt, nicht gemessen. Möglich ist auch die umgekehrte Richtung: Wer schon Muskeln verlor, bewegte sich vielleicht weniger. Zudem fielen fast 3.000 Menschen wegen fehlender Daten heraus, und sie waren älter und schwächer.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
