Wer 90 Minuten pro Woche Krafttraining machte, starb seltener
Einstufung Moderat — große Langzeitbeobachtung von 147.374 Menschen über bis zu 30 Jahre; das Training wurde selbst angegeben, und Beobachtungsdaten belegen keine Ursache.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 147.374
- Dauer
- 30 Jahre
- Finanzierung
- US National Cancer Institute (NIH), American Cancer Society, Brazilian…
Wer anderthalb bis knapp zwei Stunden pro Woche Krafttraining machte, hatte ein um 13 Prozent niedrigeres Sterberisiko.
Wer pro Woche anderthalb bis knapp zwei Stunden Krafttraining machte, starb im Lauf der Jahre seltener. Das Sterberisiko lag um 13 Prozent niedriger als bei Menschen ganz ohne Krafttraining. Das gilt auch, wenn man den Ausdauersport herausrechnet. Auch an Herz-Kreislauf-Erkrankungen starben sie seltener. Wer mehr als zwei Stunden pro Woche trainierte, hatte keinen zusätzlichen Vorteil.
Forschende werteten drei große Langzeitstudien aus den USA aus. Darin wurden 147.374 Beschäftigte aus Gesundheitsberufen bis zu 30 Jahre begleitet, die meisten davon Frauen. Regelmäßig gaben sie an, wie viel Zeit sie mit Gewichten oder an Kraftgeräten verbrachten. Am niedrigsten war das Sterberisiko bei denen, die viel Ausdauersport und Krafttraining kombinierten. Es lag um 45 Prozent unter dem von Menschen mit wenig Ausdauersport und ganz ohne Krafttraining.
Die Ergebnisse beruhen auf Beobachtungen, nicht auf einem Experiment. Ob das Krafttraining selbst das Leben verlängert, lässt sich daraus nicht ablesen. Die Teilnehmenden schätzten ihre Trainingszeit selbst ein, und wie intensiv sie trainierten, wurde nicht erfasst. Zudem waren sie überwiegend weiß und im mittleren bis höheren Alter.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
