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Ernährung & Nahrungsergänzung

Sorbit

ENSorbitol

Sorbit ist ein Zuckeralkohol mit sechs Kohlenstoffatomen und in der EU als E 420 zugelassen. Es kommt natürlich in Steinobst vor und wird industriell durch Hydrierung von Glukose gewonnen. Sorbit süßt etwa 60 % so stark wie Haushaltszucker und wird im EU-Kennzeichnungsrecht mit 2,4 kcal/g angesetzt. Ein numerischer ADI wurde nicht festgelegt. JECFA und die EU führen Sorbit als „nicht spezifiziert“, was für geringe toxikologische Bedenken steht und die Begrenzung in den Darm verlagert. Die EFSA hat inzwischen eine neue Bewertung der Zuckeralkohole eingeleitet und zusätzliche Genotoxizitätsdaten zu Sorbit angefordert; der Status kann sich also ändern. Die Verträglichkeitsschwelle liegt niedriger als bei anderen Zuckeralkoholen. Hyams zeigte 1983, dass bereits 10 g bei den meisten gesunden Probanden milde Beschwerden auslösten und 20 g Krämpfe und Durchfall verursachten. Yao und Kollegen bestätigten später die unvollständige Resorption im Dünndarm als Mechanismus. Ab 10 % zugesetzten Zuckeralkoholen ist ein Hinweis auf die abführende Wirkung vorgeschrieben. Belegt ist der zahnmedizinische Nutzen. Die EFSA erkannte 2011 an, dass zuckerfreie Produkte mit Sorbit zur Erhaltung der Zahnmineralisierung beitragen und den Blutzuckeranstieg nach der Mahlzeit im Vergleich zu Zucker dämpfen. Es fehlen Endpunktdaten. Kardiometabolische Fragestellungen wurden für Sorbit nie so untersucht wie zuletzt für Erythrit und Xylit.

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Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen